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Chlor für den Pool

Die Verwendung von Chlor ist ein effektives und erprobtes Mittel, um Poolwasser zu desinfizieren und klar zu halten. Chlorstabilisatoren sind Hilfsmittel, die den Prozess des schnellen Zerfalls von Chlor verlangsamen und eine kontinuierliche Desinfektion ermöglichen. Der Chlorgehalt sollte immer im Bereich zwischen 0,3 bis 0,6 Milligramm pro Liter liegen und mindestens ein- bis zweimal wöchentlich kontrolliert werden.

Chlor ist das erprobteste Mittel zur Desinfektion des Badewassers. Die Wirksamkeit des Chlors hängt stark von einigen Faktoren ab: Der richtig eingestellte pH-Wert muss sich unbedingt zwischen 7,0 und 7,4 bewegen. Weicht dieser Wert zu stark nach oben oder unten ab, wird die Wirksamkeit von Chlor – als auch anderen chemischen Wasserpflegeprodukten – stark herabgesetzt. An heißen Tagen und bei direkter Sonneneinstrahlung zerfällt Chlor um ein Vielfaches schneller als an milderen Tagen.

 

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Warum braucht man Chlor im Poolwasser?

Mikroorganismen können von der mechanischen Poolreinigung, der Filteranlage nicht restlos entfernt werden. Der Teufelskreis von mikroskopischen Verunreinigern lässt sich folgendermaßen darstellen: An heißen Tagen bieten die hohen Temperaturen die perfekten Bedingungen für die Vermehrung von Mikroorganismen und Krankheitserregern wie Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten. Diese sind Nahrung für Algen, die in Folge wachsen und für grüne, glitschige Wände verantwortlich sind. Algen wiederum sind der perfekte Nährboden für Bakterien, Viren und Pilze. Die Verwendung von Desinfektionsmittel ist somit enorm wichtig, um das Wachstum von den Mikroorganismen zu hemmen, Wassertrübungen entgegenzuwirken und die Sauberkeit des Badewassers konstant zu halten. Je mehr Menschen im selben Pool schwimmen beziehungsweise baden und je wärmer die Temperatur des Badewassers ist, desto eher werden größere Mengen an organischen Verunreinigern – wie beispielsweise Haare – in das Schwimmbecken gebracht und Bakterien und Keime haben die perfekten Bedingungen, sich zu vervielfachen.

Welche Menge an Chlor und anderen chemischen Wasserpflegeprodukten für die Wasseraufbereitung nötig ist, hängt stark von der Jahreszeit, der Außentemperatur, der Temperatur des Badewassers, der Badefrequenz sowie der Menge an Badenden ab.


Vor der Desinfektion

Bevor Sie chemische Wasserpflegeprodukte einsetzen, ist es unbedingt notwendig, zuvor für die richtige Pooltechnik, der mechanischen Wasseraufbereitung, zu sorgen. Die Pooltechnik filtert mit einer dem Wasserinhalt entsprechenden Filteranlage – Sandfilteranlage oder Kartuschenfilter – das Badewasser regelmäßig. Das richtige Poolzubehör – Poolroboter oder selbstfahrende Bodenstaubsauger – beseitigt grobe Verschmutzungen. Die regelmäßige Zufuhr von Frischwasser ist für den richtigen Wasserkreislauf entscheidend.

Für Informationen zu den Filteranlagen lesen Sie bitte bei Pooltechnik weiter.

Welches Wasser als Poolwasser verwendet wird, gibt erste Auskunft über die Eigenschaften des Füllwassers wie beispielweise die Härte oder den Eisen- oder Kupfergehalt. Hier können Sie bereits ablesen, welche und wie viele Wasserpflegemittel für optimales Badewasser verwendet werden müssen. Fragen Sie bei Ihrem Wasserwerk für nähere Informationen bezüglich der Eigenschaften Ihres Wassers nach.


Chlortabletten, Chlorgranulat oder Flüssigchlor

Die Verwendung von Chlor ist das bekannteste und erprobteste Mittel zur Pooldesinfektion. Stellen Sie den pH-Wert auf 7,0 bis 7,4. Die aqua correct-Produkte von Steinbach sind in Österreich produziert, nach strengen Qualitätsstandards geprüft und eignen sich bestens für die optimale Wasseraufbereitung.
Man unterscheidet zwischen langsamlöslichem und schnelllöslichem Chlor, die entweder bei einer Stoßchlorung oder bei der Dauerdosierung verwendet werden.

Langsamlösliches Chlor desinfiziert kontinuierlich über einen längeren Zeitraum und eignet sich so zur Dauerdosierung. Die langsamlöslichen Chlortabletten von Steinbach sind pH-neutral, können bei allen Wasserhärten eingesetzt werden, lösen sich rückstandsfrei auf und führen nicht zu Ablagerungen oder verstopften Filtern. Chlor in flüssiger Form ist für alle gängigen automatischen Dosieranlagen geeignet.

Schnelllösliches Chlor – bei Steinbach in Tablettenform – wird zur sofortigen Wirkung gegen Bakterien, Viren, Pilze und anderen Mikroorganismen eingesetzt und baut organische Trübstoffe ab. Vor allem für die Erstchlorierung und für eine Stoßchlorung wird schnelllösliches Chlor angewendet. Ein bis zwei Mal pro Monat sollte eine so genannte Stoßchlorung durchgeführt werden, um die im Wasser befindlichen angereicherten Restbestände wie beispielweise Salze zu entfernen. Hierbei soll der Chlorgehalt kurzzeitig zwischen 3 mg bis 5 mg pro Liter – anstatt der empfohlenen Maximaldosis von 0,3 bis 0,6 mg/l – betragen. Während der Stoßchlorung darf nicht gebadet werden, da der erhöhte Chlorgehalt zu aggressiv für Haut, Augen und Schleimhäute ist. Das Chlor sollte am Abend hinzugegeben werden, damit es über Nacht einwirken kann und der Chlorgehalt am nächsten Tag wieder deutlich reduziert und abgebaut ist. Da Chlor relativ schnell zerfällt, ist das Baden am nächsten Tag in der Regel unbedenklich. Bitte messen Sie allerdings vor dem Baden, etwa 8 bis 10 Stunden nach der Stoßchlorung, nochmals den Chlorgehalt, um sicherzugehen, dass die Werte nicht gesundheitsschädigend sind.


Wirkung von Chlorstabilisatoren

Chlor zerfällt besonders an heißen Tagen relativ schnell, was die desinfizierende Wirkung beträchtlich schmälert. Hierbei ist die Verwendung von Chlorstabilisatoren – und hier zeigt auch eine geringe Dosierung bereite große Wirkung – äußerst ratsam, da das Chlorstabilisator-Granulat den Zerfall des Chlors verzögert und somit das Wasser besser und länger desinfiziert wird. Chlorstabilisatoren vermindern zudem den Chlorgeruch und sind unbegrenzt lagerfähig.

Die Messung des Chlorgehalts sollte mindestens 1 bis 2 Mal pro Woche erfolgen und gegebenenfalls korrigiert werden. Bei einem zu geringen Chlorgehalt kommt es zum vermehrten Wachstum von Bakterien, Viren und dergleichen und das Wasser wird allmählich trübe. Ein zu hoher Chlorgehalt wirkt reizend auf Augen, Haut und Schleimhäute.

Hinweis: Man braucht in der Regel weniger Chlor, als man zunächst denken würde. Der ideale Chlorwert liegt in einem Bereich zwischen 0,3 mg bis maximal 0,6 mg pro Liter. Für die regelmäßige Desinfektion sollte die Zugabe von Desinfektionsmitteln erst erfolgen, wenn sich der Chlorwert im unteren Teil des empfohlenen Bereichs befindet.

Tipp: Eine Außendusche ist ein sinnvolles Poolzubehör, da durch das Duschen gröbere Verunreinigungen wie Gras, aber auch Bakterien von der Haut gewaschen werden. Durch diese simple Maßnahme reduziert sich die ungewollte Mitnahme von Verunreinigern und so auch die chemischen Poolpflege.


Hinweis bei starkem Chlorgeruch

Ein gewisser Chlorgeruch lässt sich bei der Verwendung von Chlor nicht vermeiden. Wenn der Pool jedoch stark nach Chlor riecht und es in den Augen oder auf der Haut zu brennen beginnt, ist in der Regel zu wenig Chlor im Wasser enthalten und nicht, wie man meinen könnte, zu viel. Stellen Sie zunächst den pH-Wert auf 7,2 ein und führen Sie dann eine Stoßchlorung durch. Mit dieser Maßnahme verschwindet der Chlorgeruch nach kurzer Zeit.


Hinweis bei Haut- und Augenreizungen

Reizungen an den Schleimhäuten, Augen und auf der Haut können durch einen zu hohen als auch einen zu niedrigen Chlorgehalt auftreten. Die Gründe dafür können nicht abgebaute organische Substanzen, ein zu hoher pH-Wert oder eine geringe Chlordosierung sein.Stellen Sie den pH-Wert auf 7,2 durch Zugabe eines pH-Wert Regulierungsmittels ein. Falls zu wenig Chlor im Wasser vorhanden ist, erhöhen Sie den Chlorgehalt. Bei einem zu hohen Chlorgehalt verringern Sie die Zugabe.


Hinweis bei Zugabe von Frischwasser

Beachten Sie bitte, dass sich nach der Frischwasserzugabe der pH-Wert und der Chlorgehalt verändern werden. Stellen Sie danach mit der Zugabe von pH-Senker oder pH-Heber den Wert wieder auf 7,0 bis 7,4 und den Chlorgehalt auf 0,3 mg/l bis 0,6 mg/l. Halten Sie diese Werte unbedingt ein und kontrollieren Sie diese mindestens ein- bis zweimal pro Woche, um Schäden an Mensch und Schwimmbecken zu vermeiden.


Alternative zu Chlor

Chlor hat viele Vorteile und hat sich jahrelang bewährt, dennoch wird der Chlorgeruch von einigen als sehr störend empfunden. Manche Menschen vertragen auch das Chlor nicht auf Haut, Augen oder Schleimhäuten. Aktivsauerstoff kann zur Wasserdesinfektion als Alternative zur Verwendung von Chlor eingesetzt werden.

Wie bei allen chemischen Hilfsmitteln beachten Sie bitte stets die Warnhinweise.